Wer die Zeit für den regulären Besuch einer guten Heilpraktikerschule aufbringen kann, sollte diese Möglichkeit wählen. Ein Fernstudium ist, selbst wenn es wie an der Schweitzer-Schule von Wochenendseminaren und einer Telefon-Hotline begleitet wird, immer mühsamer als ein lebendiger Unterricht, bei dem man sofort nachfragen kann, wenn etwas nicht auf Anhieb verstanden wird und wo die Lerninhalte nach dem häuslichen Lernen wiederholt werden und sich dadurch erst so richtig „setzen“. Das Fernstudium kann also immer nur einen Ersatz für diejenigen darstellen, die keine Zeit für den Schulbesuch finden. Gerade hier aber werden die zum Lernen verwendete Literatur sowie die begleitende Betreuung zur zentralen Frage, von der Erfolg oder Misserfolg abhängen. Wer glaubt, mit Skripten oder Büchern auf dem Stand von „vorgestern“ eine angemessene Vorbereitung auf die Heilpraktiker-Prüfung gewählt zu haben, irrt sich. Auch bei der Auswahl der Dozenten, die sich eine Heilpraktiker-Ausbildung zutrauen, darf man durchaus kritisch sein. Die Heilpraktikerprüfung ist im Vergleich zu früheren Jahren doch sehr anspruchsvoll geworden. Grund für diese Erschwernis ist die Therapiefreiheit des Heilpraktikers, die derjenigen des Arztes nur noch in einzelnen Aspekten nachsteht. Den Anspruch auf eine optimale Ausbildung sollte der angehende Heilpraktiker aber auch im Hinblick auf seinen späteren Praxisalltag haben – im Interesse der Patienten und im Interesse seiner eigenen Zufriedenheit.
Abschließend soll betont werden, dass der Fernschüler ausreichend Lernzeit – wenigstens 2 Stunden/Werktag – zur Verfügung haben sollte. Die verwendete Literatur muss der aktuellen Prüfungssituation entsprechen. Begleitende Wochenendseminare zur Vertiefung des Gelernten sind unverzichtbar. Hier sind an die Qualität der Dozenten dieselben Anforderungen zu stellen wie an die verwendete Literatur.