Die Ausbildung an der Schweitzer-Schule erstreckt sich über 30 Monate. Diese Zeitspanne ist im Interesse einer guten Ausbildung erforderlich – auch für Schüler mit medizinischen Vorkenntnissen. Die Ausbildung zum Heilpraktiker ist heute im eigentlichen Sinn ein „kleines Medizinstudium“, das hohe Anforderungen stellt. Die Ausbildungszeit ist von daher durchaus mühsam und verlangt einen großen persönlichen Einsatz. Andererseits ist die Medizin außerordentlich spannend, wenn man sie denn begreift und nicht nur Fakten auswendig lernt.
Der Unterricht an der Schweitzer-Schule ist an der aktuellen Prüfungssituation und an einem tiefen Verständnis medizinischer Zusammenhänge ausgerichtet. Neben dem Prüfungsstoff wird lediglich Unverzichtbares und Sinnvolles wie Homöopathie, Phytotherapie, spezifische Ausleitungsverfahren oder Chirotherapie zusätzlich in die Ausbildung integriert. Weitere, nicht prüfungsrelevante Lerninhalte haben nach unserem Verständnis in den Jahren der Vorbereitung auf die Prüfung keinen Platz – wie interessant auch immer sie dem Laien zunächst erscheinen mögen. Der Stoff wäre andernfalls völlig überfrachtet und hinsichtlich der eigentlichen Prüfungsvorbereitung nicht mehr zu bewältigen:
Die Heilpraktikerprüfung ist eine rein schulmedizinische Prüfung, wo der Prüfling nachzuweisen hat, dass er sich medizinisches Denken und Verständnis erworben hat und genau deshalb – nach dem Gesetzestext – „keine Gefahr für die Volksgesundheit darstellt“.
Ergänzungen und Spezialisierungen sollten auf die Zeit nach bestandener Prüfung gelegt werden. Dies beinhaltet den zusätzlichen Vorteil, dass man sich nicht als Laie weit verbreitete therapeutische Konzepte einverleibt, deren medizinischen Wert man noch gar nicht einschätzen kann. Vielmehr ist man nun in der Lage, auf der soliden Basis medizinischen Verständnisses die Spreu vom Weizen trennen zu können.
Als Lehrmaterial stehen hochaktuelle Skripte zur Verfügung, die jeglichen prüfungsrelevanten Stoff enthalten. Dies wird betont, weil es nicht selbstverständlich ist. Die Skripte sind sehr ausführlich, enthalten je nach Umfang des Faches zwischen 100 und mehr als 200 eng beschriebene, gleichzeitig aber auch reich bebilderte Seiten. Sie sind auch dazu geeignet, den fertigen Heilpraktiker in seinem späteren beruflichen Alltag zu begleiten. Zusätzlich für die Ausbildungszeit erforderlich und empfohlen wird lediglich noch ein medizinisches Lexikon (Standard: Pschyrembel) sowie ein anatomischer Atlas (bevorzugt Gray´s Anatomie aus dem Urban & Fischer Verlag).
Das Niveau von Unterricht und Skripten ist daran ausgerichtet, den angehenden Heilpraktiker sicher zur Prüfung zu geleiten und ihm hier gleichzeitig Reserven an die Hand zu geben. Sie haben zum Ziel, ein wirkliches und fundiertes Verständnis zu vermitteln. Medizin lässt sich nicht dadurch verstehen, dass man die wichtigsten Fakten auswendig lernt – ohne Bezug zu Ursachen und Wirkungen. Zusätzlich wird auswendig Gelerntes schlicht und einfach wieder vergessen. Zusammenhänge werden nicht erkannt. Das Lernen wird trotz scheinbar geringerem Stoffumfang mühsamer und letztendlich unbefriedigend, weil auf so manche Frage keine Antwort gefunden wird und weil vor lauter herumliegenden Puzzlesteinchen kein abgerundetes Bild entstehen mag. Aus diesem Grund gibt es an der Schweitzer-Schule auch keine Kurzzeitausbildungen oder „Crash-Kurse“.
Den Schülern der SBM werden die Skripte kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies sollte beim Vergleich der Ausbildungskosten berücksichtigt werden. Fernschülern werden sie zugesandt oder im Rahmen der Wochenendseminare mitgegeben:
Der Unterricht an der Schweitzer-Schule ist anspruchsvoll. Er eignet sich deswegen nicht für Schüler, die mit möglichst wenig Aufwand, sozusagen „nebenher“ eine Ausbildung absolvieren möchten. Andererseits jedoch fördert nach den Erfahrungen aus 12-jähriger Dozententätigkeit an einer großen Heilpraktikerschule gerade ein hohes Ausbildungsniveau die Freude am Lernen. Zusätzlich werden dadurch exzellente Bestehensraten bei der staatlichen Heilpraktikerprüfung möglich.